Eine Legende kehrt zurück

Nach jahrzehntelangem Verbot erlebt Absinth eine wahre Renaissance in den Cocktailbars und an den Theken der Szene. Der Name des smaragdfarbenen Destillats rührt vom griechischen Absinthion her, der Bezeichnung für die bittere Wermutpflanze.


1779 etablierte sich in der Schweiz die erste Absinth-Destillerie. Neben Wermut wurden die Rezepturen durch Kräuter wie Anis, Melisse, Minze oder Koriander verfeinert. Mit einem Alkoholgehalt bis zu 80% war Absinth eine der spektakulärsten Spirituosen der Welt. Nachdem sich um 1900 Künstler wie Van Gogh und Baudelaire von der Wirkung des Absinths inspirieren ließen, schufen sie ihre farbenprächtigsten und poesievollen Werke.

Auf dem Höhepunkt wurden in Frankreich über 200 mio. Liter Absinth pro Jahr hergestellt. Aufgrund des übermäßigen Konsums und der Wirkung auf die Gesellschaft wurde Absinth nach und nach verboten. Nach Aufhebung des Verbots seit der Jahrtausendwende dürfen wir nun wieder dieses geheimnisvolle Getränk genießen.